Skipper: Christian Tielmann, Crew: Frank Block, Christian Terörde

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Zeitraum: 05.06.21 – 12.06.21 - Log: 164 sm

Tag 1 Eckernförde - Damp

In Eckerförde übernahmen wir von der „Schmuggler-Crew“ die ODE.

Dank der Vorcrew wurde die ODE vom Heimathafen Stavoren über die Nordseeinseln und durch den Nord-Ostsee-Kanal in die Ostsee überführt. Corona hätte fast den gesamten Ostsee-Kettentörn platzen lassen. Die Niederlande galten zu der Zeit noch als Hochinzidenzgebiet und der Aufenthalt in dort durfte offiziell nicht länger als 24h sein. Das klappte auch dank den „Schmugglern“.

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Die Übergabe in Eckerförde war schnell erledigt, die ODE klar zum Ablegen und das erste Ziel war schnell ausgemacht, es ging los nach Damp.

Tag 2 Damp – Soby

Am Vorabend festigte sich die Info, dass Dänemark, (aufgrund von Covid-19 gab es zuvor eine Quarantänepflicht nach Einreise in Dänemark), ab jetzt ohne Quarantänepflicht zu bereisen sei.

Somit war die dänische Südsee als Revier unseres Törns festgelegt.

In Soby auf der Insel Aerö angekommen, freuten wir uns über den entspannten Hafenmeister mit seinem Puch-Mofa und das weltbeste Eis, - und superleckere Burger mit Fritten gab’s natürlich auch noch zum Sattwerden….

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Tag 3 Soby – Svendborg

Soby ist ein sehr kleines Örtchen – und der Hafen deshalb sicher voll im Sommer, doch kurz nach der Öffnung Dänemarks war hier alles noch sehr entspannt.

Nach einem kurzen Gang durch das Örtchen machten wir pflichtbewusst vor Ort einen Corona-Schnelltest - alle waren negativ – die Lage somit für uns sehr positiv ;-)

Von Soby aus setzten wir unseren Törn gegen Mittag nach Svendborg (Insel Fyn) fort. Bei gutem Wetter und leichter Brise ging es durch den Svendborgsund nach Svendborg.

Kurz vor dem Hafen in Svendborg tummelten sich einige Motorboote und suchten offensichtlich etwas. Kurz drauf sahen auch wir, wonach alle Ausschau hielten: Ein Delphin lebt seit ca. 2 Jahren vor Svendborg und zeigt sich entspannt seinen Bewunderern.

In Svendborg machten wir im Stadthafen in direkter Nähe zu „Hendriks Fischladen“ fest. Nachdem der Anleger klar war und der Hunger einsetzte, war deshalb schnell klar: heute gibt’s Fisch

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Backfisch mit Pommes war OK, jedoch nahmen wir auch noch verschiedene geräucherte Lachssorten mit -   später an Bord aufgewärmt und mit selbstgemachten Bratkartoffeln trafen sie genau unseren Geschmack. Um den Fisch anschließend schwimmen zu lassen, gab es einen dänischen Kräuter-Schnaps, der echt was konnte: Bornholmer Bitter, mit ordentlichen Umdrehungen - und zur medizinischen Anwendung nach einem guten Essen perfekt - aber nur einen, für die Gesundheit.

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Tag 4 Svendborg – Marstal

Nachdem wir Svendborg durchstriffen und uns im Museumshafen an alten aber fahrtüchtigen Schiffen erfreut hatten, ging es mit der Ode wieder in den Svendborgsund. Kurz vor der großen Brücke begleitete uns der Delphin und verabschiedete uns sogar mit einem Luftsprung. Beeindruckend, welche Zufriedenheit solch ein Tier ausstrahlt.

Die Route nach Marstal wählten wir aufgrund des wenigen Windes durch das Mokedyb-Fahrwasser. Laut Karte mit einem Tiefenbereich bis 2,3m machte es das mit unserem 2,05m-Tiefgang interessant. Aber alles passte und wir kamen wohlbehalten in Marstal (wieder auf der Insel Aerö) an.

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Auch in Marstal zeigte sich die Lage im Hafen noch entspannt. Wir machten weit hinten am Steg 8 in Sichtnähe zu den berühmten bunten Badehäuschen fest und genossen den Anleger.

Nachdem ich in die Seebären-Gruppe ein Foto der entspannten Abendstimmung postete, bimmelte mein Handy: Christian und Astrid von den Seebären hatten meinen Post bemerkt, erkannten die annähernd gleiche Abendstimmung und meldeten sich mit „Hi Christian, hier auch Christian- wo seid ihr denn?“ Schnell war klar: sogar am gleichen Steg, auch mit einer Elan - somit war ein netter Abend an Bord eingeläutet.

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Vom Seebären-Christian lernten wir eine neue Technik des Leinenwerfens. Dabei wird die Leine in kleinen Ringen von hinten über Kopf weit ausholend geschmissen. Nicht unbedingt rückenfreundlich, aber angeblich treffsicher. Vorerst wurde diese Technik beim Bier erklärt, deshalb durfte natürlich die Praxis am Morgen nicht fehlen.

Tag 5 Marstal - Burgstaken

Nachdem wir gut gefrühstückt hatten, zeigte der Seebären-Christian uns dann die Wurftechnik in der Praxis. Christian Tielmann gelang der Wurf- bei mir fehlte noch der letzte Schwung.

Die Quittung für den gelungenen Wurfeinsatz folgte leider prompt auf dem Fuße - nichts ging mehr und der mit heftigen Rückenschmerzen außer Gefecht gesetzte Skipper konnte sich nur noch flach in den Salon legen und ausharren… aufgrund der herrschenden Flaute ging es dann unter Motor Richtung Fehmarn.

Nach ca. 2 h und einigen helfenden Verrenkungen konnte Christian sich doch wieder vorsichtig bewegen und wir schließlich mit dem Skipper am Ruder unter der Fehmarnsund-Brücke durchfahren- schon spannend, wenn ein Schiff mit 18m-Mast unter einer 21m-Brücke fährt.

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Auf Fehmarn angekommen legten wir dann in Burgstaken längsseits der Kaimauer an. Uns folgte anschließend das aktuell größte Schulungsschiff der Marine, die „Taifun“, legte vorschriftsmäßig direkt hinter uns an und beeindruckte mit ordentlicher „Seemannschaft“, das Schiff klar zu machen. Alle Leinen wurden ordentlich aufgeschossen und der Adenauer eingeholt.

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Aufgrund der Corona-Schutzverordnung der Marine durften sich tagsüber zwar mehrere Personen auf dem Schiff aufhalten, nachts durften jedoch nur 2 Personen auf dem Schiff schlafen. Ein Bulli der Marine holte deshalb 6 Mitglieder der 8er Crew am frühen Abend ab und fuhr die Landcrew in die nahegelegene Kaserne zur Übernachtung. Der diensthabende Kapitän der Crew brachte uns am nächsten Morgen frische Brötchen mit – Klasse! J

Klar war natürlich, dass wir mit den 2 verbliebenen Seeleuten der Marine ins Gespräch kamen, das eine oder andere Bier tranken und uns auch das Schiff der Marine angeschaut haben - natürlich unter Einhaltung der nötigen Abstände...;-)

Die 16-Meter-Yawl „Taifun“ wurde einst bei Abeking & Rasmussen gebaut. Viele Jahre fuhr sie unter dem Namen „Rubin“ mit Hans-Otto Schümann erfolgreich Regatten. Heute ist sie als Schulschiff der Marine im Einsatz.

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Tag 6. Burgstaken – Grömitz

Nachdem gut gefrühstückt und das Ablegen der Marine unter Segel bestaunt wurde, legten auch wir ab und setzten unter Leichtwindbedingungen unseren Kurs in die Lübecker Bucht nach Grömitz ab.

Im Hafen von Grömitz lagen wir perfekt und recht dicht an dem netten Fischrestaurant „Falkenthal“ Klar, dass nun wieder Fisch auf dem Plan stand.

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Grömitz nutzten wir, um unsere Vorräte aufzufüllen. Einmal quer durch Grömitz und der Rucksack war mit dem Nötigsten gefüllt.

Grömitz zeigte sich leider als Touristischer Hotspot. Auf der Promenade galt deshalb zwischen 12 und 20 Uhr Maskenpflicht. Ab 20 Uhr trafen sich dann  - ohne Masken - durstige Kehlen am Ende der Promenade zum gemütlichen Bier. Mein Eindruck: Feeling wie am Ballermann. Na denn mal Prost. Passt irgendwie nicht zusammen. Für uns war das nix und wir waren bestens im Hafen auf der ODE aufgehoben.

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Tag 7. Grömitz – Niendorfer Hafen

Nun ging es zum letzten Hafen unseres Törns. Im Hafen von Niendorf fanden wir im Fischereibereich fürs erste einen Logenplatz. Logenplatz, da Niendorf ein erstes Open-Air-Konzert mit bis zu 250 getesteten Gästen veranstaltete. Für uns klasse: gute Musik rundete den Abend und einen tollen Törn ab. Geschlafen wurde dann eben später…

 

Autor: Christian Terörde

 

SGBR Stafettentörn 2019 auf der Ostsee   03.– 13. Juli 2019

 

Plan:      Stralsund – Bornholm – Erbseninseln – Rügen – Stralsund

Ist:         Kröslin – Achterwasser bis zum Stettiner Haff – Rügen – Stralsund

 

Tag 1

Die Anreise erfolgt nach Kröslin, einem kleinen Städtchen mit gut ausgebauter Marina an der Peenemündung gegenüber dem ehemaligen Raketenversuchsgelände. Die ODE konnte wegen einer Sperrung der Ziegelgrabenbrücke nicht nach Stralsund überführt werden.

Aufgrund der Wetter- (vor allem Wind-) vorhersagen müssen wir die ursprüngliche Planung verändern bzw. aufschieben. 6 – 8 bft. auf der offenen Ostsee, bei Temperaturen um die 13 Grad, die aufgrund des Windes das Gefühl von Frost vermitteln, sind nicht unser Ding.

Der Smutje verwöhnt uns mit Paella und Scampis. Dabei werden Alternativen zur ursprünglichen Reiseplanung erarbeitet.

 

Tag 2

Über den Peenestrom geht es über Wolgast ins Stettiner Haff. Der achterliche Wind schiebt uns flott voran. Am Nachmittag machen wir die ODE in Krummin fest. Der kleine Naturhafen ist super ausgebaut – alles neu und vor allem weltfern. Der Ort vermittelt den Eindruck, dass die Welt stehen geblieben ist: Kopfsteinpflaster, Lindenalleen (angeblich die längsten Europas) und ……. Ruhe.

In der Nacht legt sich der Wind, der Himmel klart auf und wir erleben einen tollen Sonnenuntergang. Dies verleitet ein Crewmitglied zu einem „ausgiebigen“ Bad im Eiswasser (gefühlt).

Die abendliche Wetterberuhigung sollten wir auch an den folgenden Tagen erleben.

 

Tag 3

Heute geht es weiter durch die Zecheriner Brücke (2. Verbindung von Usedom mit dem Festland). Der Törnführer aus 2015 hat die falschen Brückenzeiten notiert (man sollte auch in die aktuelle Karte gucken …..). Daher müssen wir ca. 1,5 Std. vor der Brücke kreisen, da die Ankerwinsch weder elektrisch noch manuell bedient werden kann.

Für die Nacht legen wir in Altwarp an, angeblich der östlichste Hafen Deutschlands - ganz sicher der ruhigste und verschlafenste. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Für die Lebensmittelversorgung gibt es im Dorf einen kleinen Tante Emma Laden mit kleinerem Angebot – das wars.

Auf meine ausführliche Begrüßung, ein paar netten Worten und die Frage nach dem Hafenmeister erhalte ich von einem älteren Fischer, der gerade seine Netze repariert, nur als Antwort: „rroodes Huus“. Alles klar.

 

Tag 4

2 Streifenpolizisten kontrollieren im Hafen und helfen uns unter telefonischer Einbindung von ebenfalls segelnden Kollegen bei der Suche nach einem Mechaniker, der sich die Ankerwinsch ansehen soll. So kommen wir zu unserem nächsten Etappenziel Ueckermünde. Ein nettes Städtchen, alle Versorgungsmöglichkeiten. Wir schippern gemütlich den Fluss Uecker hoch und liegen direkt in der Stadt am „neuen Bollwerk“.

Wir finden die 2 Werften und dort angebrachte Schilder:

Öffnung:               Werktags               6.00 – 16.00 Uhr                 Freitags                 6.00  - 12.00 Uhr

Demnach ist hier die Welt in Ordnung und der Freitag kein Werktag mehr. Leider hilft uns das mit der Winsch nicht weiter. Wir können nach einigen Versuchen, den Schaden zumindest soweit selbst beheben, dass der Anker jetzt per Hand bedient werden kann.

 

Tag 5

Swinoujscie oder Swinemünde ist das heutige Etappenziel, denn lt. einigen Vorhersagen können wir am nächsten Tag vielleicht doch noch auf die Ostsee.

Die Marina ist sehr weitläufig. Je nach Liegeplatz sollte man die Zeit für den morgendlichen Toilettengang gut planen…….

Die Stadt gibt wenig her, eben eine Stadt mit Hafen, Werften und Marinestützpunkt. In einem netten Lokal mit noch netterer Bedienung essen wir heute das einzige mal auswärts: das fleischlastige Abendessen, 3 Bier und 1 Terra Polska (Polens Flagge: ein kleines Wasserglas mit rotem Sirup, darüber Tobasco, darüber Wodka – im Mund verquirlt und dann gespült). Wir freuen uns über die Rechnung von 55,-- Euro für die gesamte Crew.

 

Tag 6

Die Ostsee streichen wir: Temperatur unter 10°, eisiger Wind und für die Ostsee Wind mit Böen bis bft 8. Unter Motor geht es gegen an (Wind noch aus West) bis nach Karnin. Dort liegen wir in einer neuen kleinen Marina direkt hinter der alten Eisenbrücke für die ehemalige Bahnverbindung Berlin-Usedom-Schwinemünde. Das Monstrum wurde 1945 in Teilen gesprengt und steht noch eindrucksvoll in der Landschaft.

Direkt am Hafen in einem kleinen Wäldchen hat ein Seeadler seinen Ansitz oder Horst. Wir sind fasziniert von dem großen majestätisch fliegenden Vogel.

Am Abend wieder einmal ein malerischer Sonnenuntergang.

 

Tag 7

Heute ist es zum ersten Mal sonnig – dafür aber noch kälter. Alle Jacken oder Pullover werden rausgekramt (nach 6 Tagen muss man schon mal suchen) und zum Teil 2 Hosen übereinander gezogen. Mütze und Schal und für den Rudergänger heute auch Handschuhe sind angesagt.

Wir können weite Strecken segeln, da unser Tagesziel Peenemünde in nördlicher Richtung liegt.

Direkt an der Mündung liegt der ehemalige Marinehafen, der zur Zeit noch als Marina und Ferienhausanlage ausgebaut wird.

Der Hafenmeister weist uns einen Platz für Yachten bis 4,50 m Breite an…… Gut, dass man die Dalben mit Muskelkraft auf die angesagt Breite bekommt, sonst säßen wir heute noch dort fest.

Den Gang in den 3,5 km entfernten Ort sollt man sich sparen. Der einzige KONSUM hatte außer 10 Eier nichts für uns zu bieten. Ergebnis: Blasen an den Füssen, da Segelschuhe sich nur bedingt für Wanderungen eignen.

Die ehemalige „Heeresversuchsanstalt Peenemünde“ liegt ebenfalls in gleicher Entfernung und kann besichtigt werden. Aufgrund der früheren weiträumigen Absperrungen gibt es hier rund herum eine üppige Vegetation. Wer einen absolut ruhigen Platz in der Natur sucht, ist hier richtig.

 

Tag 8

Heute scheint schon wieder die Sonne und es ist weniger windig und wärmer.

Wir können den ganzen Tag segeln und suchen uns Greifswald als Etappenziel aus. Allerdings machen wir bereits im Fluss Ryck vor dem Örtchen Wieck bzw. der alten Zugbrücke fest. Wieder ein nettes ruhiges Plätzchen mit einem super Service. An der anderen Flusseite liegt das Dorf Eldena. Wir besichtigen dort die Ruine des ehemaligen Klosters, die schon Caspar David Friedrich als Motiv für ein Ölgemälde diente.

Mit dem Bus fahren wir abends nach Greifswald (Gruppenkarte hin und zurück für 10,-- E). Nach der Besichtigung aller Sehenswürdigkeiten genehmigen wir uns ein Kaltgetränk im Hafen. Er ist Treffpunkt (fast) aller in Greifswald Studierenden und jungen Leute in unserem Alter und liegt direkt an einer lebhaften Straße. Als Liegeplatz gefällt uns Wieck besser.

 

Tag 9

Die Sonne weckt uns bereits zum dritten Mal – allerdings hat sich der Wind dünne gemacht. Wir segeln mit wenig Wind gen Lauterbach auf Rügen. Unterwegs schläft der Wind ganz ein und wir legen einen Badestopp ein. Die Wassertemperatur lässt allerdings kein langes Planschen zu.

In Lauterbach findet man ebenfalls gute Versorgungsmöglichkeiten, liegt allerding an sehr niedrigen Betonstegen. Eine leere Kiste vor dem Schiff, eine Leiter oder mit dem Heck zum Steg sind erforderlich.

 

Tag 10

Am letzten Tag ist unser Zielhafen Stralsund. Wir können bei mäßigen Winden segeln, zeitweise muss der Motor unterstützen, da die Ziegelgrabenbrücke immer nur im rund 3-stündigen Rhythmus öffnet.

In der Marina wird die ODE aufgeklart und gereinigt. Ein Stadtrundgang beendet den Tag.

Tag der Abreise

Ferienbeginn – NRW schwärmt aus. Wir fahren Gott sei Dank in die andere Richtung und können die langen Staus auf der anderen Straßenseite sehen. Nach 7 Stunden (incl. Pause und Tankstopp) erreichen wir wieder heimische Gefilde.

Fazit:

  • Mit einem guten Smutje an Bord, ausreichend Verpflegung in fester und flüssiger Form kann man Enttäuschungen über das Wetter und Nichterreichen von geplanten Zielen gut verarbeiten.
  • Schöne Sonnenuntergänge und windärmere Abende/Nächte lassen keinen Schluss auf das Wetter am nächsten Tag zu.
  • Auch im Sommer benötigt man hin und wieder mehrere Jacken und Hosen, um dem Wind zu trotzen.
  • Verlasse dich nicht auf Öffnungszeiten in 5 Jahren alten Törnführern, sondern höre den Revier-VHF-Kanal ab oder schau in die aktuelle Karte.

 

Fotos folgen

 

Überführung der Ode ins Sommerrevier Ostsee Teil 2, oder wenn ein Plan nicht funktioniert.

Nachdem der Plan nach Cuxhaven zu segeln an einer Sturmwarnung, die uns auf Höhe Vlieland erreichte, scheiterte, verbrachten wir notgedrungen eine weitere Nacht auf Vlieland. Also die meisten Wellen da, kennen wir jetzt auch mit Vornamen. Am nächsten Tag gegen 17:00 Uhr hatte sich der Sturm soweit gelegt, dass wir nun endlich Richtung Cuxhaven aufbrechen konnten.

Bis zu Ansteuerungstonne Dovetief ging es auch bei SW Wind gut voran. Danach machte der Wind Pause. Also, ging es unter Motor weiter. Mit auflaufendem Hochwasser entschieden wir uns, nun nicht bis Cuxhaven zu fahren, sondern gleich weiter bis Brunsbüttel um uns noch in der Nacht Schleusen zu lassen. Das hatte den Vorteil, dass wir die ganze Schleuse für uns alleine hatten.

 

 

Am Samstag ging es dann durch den NOK. Wie immer war die Fahrt so aufregend und spannend, dass diese nicht in Worte zu fassen ist.

 

 

Erwähnenswert, die Schleuse in Holtenau hatten wir dann nicht für uns alleine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag legten wir in Kiel nach drei langen Tagen einen Ruhetag ein, auch weil wir am Montag noch was aus einer Werft in Kiel an Bord nehmen mussten. Nachdem wir alles eingesammelt hatten, ging es bei tollem Segelwetter (Sonne und 3-4 Bft) nach Bagenkop. Ein kleiner netter Hafen mit großen Schiffen und Sonnenuntergang.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Überführung der Ode ins Sommerrevier Ostsee Teil 1, oder Hindeloopen hin und zurück in 4 Tagen.


Am Freitag, 07.06.19 machten sich vier tapfere Männer aus dem Verein auf den Weg um die Vereinsyacht Ode von Hindeloopen in die Ostsee zu überführen, da dort in diesem Sommer ein Staffeltörn geplant ist. Am 08.06. sollte es dann los gehen, doch leider machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Bei Sturm war nicht an segeln zu denken, und so blieb die Ode im Hafen und die Crew lungert in Hindeloopener Straßen rum.
Der Samstag brach an und der Sturm verabschiedete sich ins Wochenende, so das die Reise nun auch endlich beginnen konnte. Bei Sonnenschein ging es Richtung Vlieland, dem ersten Etappenziel. Kaum durch den Abschlussdamm , wurde auch schon die erste Robbe gesichtet. Gegen Abend erreichten wir dann Vlieland.

 

 

 

Am nächsten Morgen entschieden wir uns, erstmal auf Vlieland zu bleiben, da bei NW Wind zwischen 5 und 6 Bft. wir starke Befürchtungen hatten, dass die Sahne im Kühlschrank zur Butter wird. So verbrachten wir einen weitern Tag im Hafen und streunerten durch die Straßen von Vlieland. Dort trafen auf wilde Tier und Piraten.

 

 

 

 

 

Am Montag, 11.06. begrüßte uns der Morgen mit Regen, und dieser wollte dann auch ins Boot und fand auch seinen Weg. Eine mangelhafte Abdichtung am Mast wurde als Täter ermittelt. Also was tun? Die Entscheidung war schnell getroffen, zurück nach Hindeloopen und die undichte Stelle reparieren lassen. Somit ging es zurück nach Hindeloopen. Dort angekommen wurde nun nicht nur die Abdichtung am Mast erneuert, sondern auch noch schnell an der Fock eine ausgerissene Segellattentasche repariert. Nun sind wir voller Hoffnung, das wir nachher mit Hochwasser in Kornwerderzand nun langsam Richtung Ostsee kommen. Wind aus S-SW bei 5 Bft. sollten den Plan, bis nach Cuxhaven zu kommen, nicht im Wege stehen. 

Wir freuen uns über neue Funk-und Sportbootführerschein-See-Inhaber.

Am Sonntag, 9.12. 2018 kamen eigens drei Prüfer des Prüfungsausschusses Rhein-Ruhr nach Bocholt ins Seglerheim, um die Abschlussprüfungen der SGBR-Kurse Funk UBI/SRC und SBF (Sportbootführerschein) Geltungsbereich See abzunehmen.

Die Funkprüfung SRC (Short Range Certificate/Seefunk ) und UBI (Binnenschifffahrtsfunk) berechtigt zur Ausübung des UKW-Sprechfunks auf Sportbooten. Bei der SGBR absolvierten folgende Teilnehmer die theoretische und praktische Prüfung in beiden Bereichen: Sebastien Terhart, Stefan Terörde, Frank Maske und Norbert Giesbers, Ausbilder war Werner Steldermann.

Nachdem die Teilnehmer des Kurses Sportbootführerschein, Geltungsbereich See, bereits im Oktober ihre praktischen Prüfungen in Emmerich erfolgreich abgelegt hatten, folgte nun der theoretische Teil der Prüfung, bevor die Teilnhemer/innen ihren Sportbootführerschein, Geltungsbereich See, in Händen halten konnten. Dabei musste sowohl ein umfangreicher theoretischer Fragenteil zu den Themen Seemannschaft, KVR(Kollisionsverhütungsregeln), Wetterkunde, Umweltschutz und Fahrzeugführung als auch eine umfangreiche Navigationsaufgabe gelöst werden.

 

Folgende Teilnehmer der SGBR schlossen den Kurs Sportbootführerschein (SBF) Geltungsbereich See erfolgreich ab:

Hendrik Diekmann, Patrick und Alexander Groß-Holtwick, Alfons Groß-Hardt, Tina Hugo, Martina und Heiner Wießing und Torsten Wübbeling.

Ausbilder war das SGBR-Ausbildungs-Team um Andreas Sahlmann.

Auf dem Foto sind die Prüfungsteilnehmer und ihre Ausbilder zu sehen.

 

Viiiielen Dank an alle unsere Ausbilder!!!!!

 

Es finden in der Regel jährlich 2 Infoabende zur Ausbildung in der SGBR statt  - einer Anfang des Jahres und einer Anfang Herbst - der letzte fand am 8. Januar 2019 im Seglerheim am Aasee Bocholt statt.

 

Der nächste Infoabend für unser Ausbildungsprogramm im Speziellen und zur SGBR im Allgemeinen findet vorausichtlich am 3. September 2019  - wie immer im Seglerheim am Aasee statt, Start ist wie immer um 19.30 Uhr.